Buchholz, Simone: Schwedenbitter

3. Fall von Staatsanwältin Chastity. Ein Hamburg-Krimi. Schön. Ein totes amerikanisches Ehepaar in Hamburg: er ein Waffennarr, sie eine religiöse Fanatikerin. Es geht um Immobilienhaie und bestechliche Behörden. Faller arbeitet auch an dem Fall, allerdings als Detektiv (und somit Konkurrent). Carla ist schwanger, der neue Kollege erotisch und Klatsche will mit Carlas Freund Rocco eine Bar im Rotlichtviertel aufmachen, was Chas Sorgen bereitet (zu viele alte Bekannte). Faller ist entscheidend an der Aufklärung beteiligt. Ich fand Schwedenbitter sehr vergnüglich.
Droemer TB 2011, gelesen 03/14.

Persson, Leif GW: Der Professor. Wie ich Schwedens erfolgreichster Profiler wurde.

Blöder Titel (im Original heißt es: Gustavs Grab), gutes Buch. Persson ist einer meiner liebsten Krimischriftsteller (ich sollte sie mal wieder alle lesen). „Der Professor“ ist eine Autobiographie, wobei Persson die Hälfte des Buches braucht, bis er beim Abitur angelangt ist. Die Kindheit und Jugend ist wichtig, um zu verstehen, warum er so ein harter Mann geworden ist. Trotzdem wäre mir kürzer lieber gewesen. Das ist natürlich Geschmackssache. Diese Autobiographie ist selten privat, nur bei Vater (sehr geliebt) und Mutter (verachtet und zeitweise gehasst, er hat ihr bis heute nicht verziehen) wird er deutlich. Allerdings hat er mit diesem Buch gewartet, bis sie gestorben waren. Leider erzählt er so gut wie nichts darüber, wie er seine Krimis geschrieben hat. Außer dass er viel Geld damit verdient hat und dass er aus Rache angefangen hat zu schreiben. Im Zusammenhang mit der Geijer-Affäre (ein schwedischer Justizminister, der im Verdacht stand, zu Prostituierten zu gehen und deshalb ein Sicherheitsrisiko darstellte) wurde Persson bei der Reichspolizeibehörde gefeuert und damit beschäftigt er sich in seinem ersten Roman. Das ganze Buch durchzieht die Gewissheit, dass Schweden eine Klassengesellschaft ist (obwohl vorgegeben wird, dass es nicht so ist) und immer diejenigen, dran glauben müssen, die von unten kommen. Dieses Buch ist „die Geschichte meines gesellschaftlichen Aufstiegs, so wie ich mich daran erinnere.“ Ein Buch, geschrieben so ehrlich wie möglich, u.a. beschreibt er seine Alkoholgeschichte und seine Liebe zum Geld. Mir hat es gefallen.
Btb 2013, gelesen 03/14

Tomaten mit Schafskäse

3 Personen
500 gr. Tomaten, nicht so groß
1/3 Glas schwarze Oliven
3 mal Schafskäse
3 bis 4 Esslöffel Olivenöl
3 Esslöffel Balsamicoessig
1 Baguette

 Den Herd auf 200 Grad vorheizen, Ober- und Unterhitze. In eine ofenfeste Form die Schafskäsestücke legen. Tomaten in Stücke schneiden, rings um den Schafskäse drapieren. Oliven halbieren, auf die Tomaten legen. Pfeffer und Salz über das Ganze, dann das Olivenöl und den Essig verteilen. Zwanzig Minuten in den Ofen schieben, dazu das Baguette.

Buchholz, Simone: Revolverherz

1. Fall von Staatsanwältin Chastity Riley. Hat mir gut gefallen. Die Hauptfigur ist wie ein amerikanischer Krimiheld der 40er- Jahre angelegt, bloß in weiblich. Hart mit weichem Kern. So in etwa. In der Ich-Perspektive geschrieben, das ist ungewöhnlich für einen Krimi (glaube ich wenigstens). Der Plot ist nicht so wichtig (mir sowieso nicht; irgendwo habe ich vor kurzem gelesen: Serienmörder gibt es mittlerweile in jedem Dorf), aber die Figuren sind gut: Die Staatsanwältin mit einem amerikanischen Vater (ein Trauma) und der deutschen Mutter (ein kleineres Trauma), die Kommissare Faller (der väterliche) und Calabretta (der italienische), ihre Freundin Carla mit der unglücklichen Liebe, und Chastitys Liebe (ich nenne es mal so) zu dem ehemaligen Kriminellen und jetzigen Schlüsseldienstmann (da darf ich legal jedes Schloss knacken). Manchmal wird es sozialromantisch (wenn es um Sankt Pauli und die dazu gehörige Fußballmannschaft geht zum Beispiel), das stört mich aber nicht. Eine Tänzerin wird ermordet und skalpiert aufgefunden. Damit fängt es an und weitere Leichen später hört es auf und ich freue mich auf den nächsten Band.
Droemer TB 2008. Gelesen 03/14.

Auf dem Weg nach Weimar

Ich
sitze auf dem Parkplatz
und betrachte
die Wolken über den Lkw’s
Toilette
na ja
aber immerhin
existiert sie

Wie auch
ich existiere auf
dem Parkplatz
mit den Wagen
und den Menschen
Reisende wie ich
keine Engel
weit und breit

Als
der Regen beginnt
werden Schirme über uns
ausgebreitet
Wie fürsorglich
denke ich
und
das auf einem
Parkplatz
rechts von der Autobahn

Mascarponenudeln mit Zucchini und Tomaten

3 Personen
300 gr. Spaghetti
1 kleine Zucchini
6 kleine Tomaten
1 Essl. Tomatenmark
2 Teel. Mascarpone
2 kleine Kellen Nudelwasser
Öl, Salz, Pfeffer, wer mag Zitronensaft, und 1 bis 2 Knoblauchzehen

Olivenöl erhitzen, klein geschnittene Zucchini in die Pfanne und mitbraten. Wasser aufsetzen. (Hier kämen die klein geschnittenen Knoblauchzehen in die Pfanne). Wenn die Spaghetti im Wasser sind, Tomatenmark auf die Zucchini und salzen und pfeffern. Alles gut verrühren. Dann die klein geschnittenen Tomaten in die Pfanne, die Mascarpone dazu und die beiden Kellen Nudelwasser. Alles gut verrühren. Wenn die Nudeln fertig sind, mit der Spaghettizange auf die Soße heben, verrühren. Wer mag, gibt noch etwas Zitrone darüber.

Spaghetti mit Knoblauchgarnelen

für drei Personen
300 gr. Spaghetti
1 Paket Biogarnelen (aufgetaut)
3 Knoblauchzehen, evtl. eine Chilli
1/2 Bund Petersilie
3 Esslöffel Olivenöl

Spaghettiwasser aufsetzen, Garnelen waschen, von der Schale befreien und falls nötig säubern. Knoblauch in kleine Stücke schneiden. Wenn das Wasser kocht, salzen, Spaghetti rein für neun Minuten. Pfanne mit dem Öl auf 3, wenn das Öl heiß ist, die Garnelen reinlegen, nach zwei Minuten umdrehen, auf 2 stellen, nach weiteren zwei Minuten den Knoblauch (und den Chilli) zu den Garnelen geben, pfeffern und salzen, ganz zum Schluss die klein geschnittene Petersilie auf die Garnelen . Nudeln abgießen und mit den Garnelen gut vermischen.