März, Ursula: Simone de Beauvoir. Leben in Bildern.

Hat mir gut gefallen. Schönes kleines Buch, wobei es körperlich nicht klein ist (nichts für die Handtasche), es hat aber nicht sehr viele Seiten, dafür viele Fotos, auch einige, die ich nicht kannte. Ich konnte mir plötzlich vorstellen, dass Frau de Beauvoir ein erotisches Wesen war, was ich vorher nicht konnte. Frau März schreibt schön und mag Frau de Beauvoir offensichtlich. Ich tat das ja auch mal sehr, als ich jung war, zwischendurch ist mein Verhältnis abgekühlt, u.a. weil ich die Macht, die sie und Sartre über ihre „petite famille“ hatten und ausübten widerlich fand. Und ich mochte es nicht, wie sie all ihre Freunde/innen als Roman- und Autobiografiemotiv ausbeutete. Heute sehe ich sie wieder freundlicher, sie war eine wichtige Frau und hat sich bemüht, sich selbst zu entwerfen gegen das Frauenbild ihrer Zeit. Frau März schreibt, Frau de Beauvoirs Lebensthemen waren Eifersucht und Alter. Sehr interessanter Gedanke. Ich sollte sie mal wieder lesen. (Wobei ich ihre Romane nicht so liebte, zu viel Thesen, zu wenig Leben. Das kann sich natürlich auch geändert haben.)
Deutscher Kunstverlag 2013, gebunden, gelesen 04/14


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