Buchholz, Simone: Revolverherz

1. Fall von Staatsanwältin Chastity Riley. Hat mir gut gefallen. Die Hauptfigur ist wie ein amerikanischer Krimiheld der 40er- Jahre angelegt, bloß in weiblich. Hart mit weichem Kern. So in etwa. In der Ich-Perspektive geschrieben, das ist ungewöhnlich für einen Krimi (glaube ich wenigstens). Der Plot ist nicht so wichtig (mir sowieso nicht; irgendwo habe ich vor kurzem gelesen: Serienmörder gibt es mittlerweile in jedem Dorf), aber die Figuren sind gut: Die Staatsanwältin mit einem amerikanischen Vater (ein Trauma) und der deutschen Mutter (ein kleineres Trauma), die Kommissare Faller (der väterliche) und Calabretta (der italienische), ihre Freundin Carla mit der unglücklichen Liebe, und Chastitys Liebe (ich nenne es mal so) zu dem ehemaligen Kriminellen und jetzigen Schlüsseldienstmann (da darf ich legal jedes Schloss knacken). Manchmal wird es sozialromantisch (wenn es um Sankt Pauli und die dazu gehörige Fußballmannschaft geht zum Beispiel), das stört mich aber nicht. Eine Tänzerin wird ermordet und skalpiert aufgefunden. Damit fängt es an und weitere Leichen später hört es auf und ich freue mich auf den nächsten Band.
Droemer TB 2008. Gelesen 03/14.


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